Der Anfang: Die Reise des Narren
Geschrieben von Thorsten Reimnitz
Dimitri Palacos war der stattliche Kapitän des griechischen Frachters APENDI ZITIS, kurz manchmal auch APENDI Z. genannt. Die APENDI Z. war ein 99 Meter langes Schiff mit 2900 Bruttoregistertonnen, das immer die gleiche Strecke befuhr. Immer das gleiche Meer, immer der gleiche Weg. Allein die Fracht bot ein wenig Abwechslung und diesmal war sogar ein Offizier der Raumflotte als Begleitung mit dabei, aber sobald die Kisten unter Deck verstaut waren, kam für Schiff und Besatzung die Routine. So kam es, dass Dimitri an jenem verhängnisvollen Abend wie so oft allein auf seiner Brücke stand und Trübsal blies. Die Geräte um ihn herum arbeiteten und gaben monotone Geräusche von sich. Ab und zu erforderte es die Situation, einen Computerwert abzulesen und den Kurs entsprechend zu korrigieren. Die Navigation in diesem Gewässer war zwar gefährlich, aber mit modernen Mitteln durchaus zu beherrschen. Und dann überfiel Dimitri eine nicht angebrachte Langeweile.Nichts los.
Wasser. Nichts als Wasser.
Laaaangweilig!
„Da hilft nur eins!“, sagte der Kapitän zu sich selbst. „Ouzo!“
Und wie jeden Abend zog er eine Flasche des stark alkoholhaltigen Anisschnaps aus seinem Spezialfach unter der Steuerkonsole und leerte sie zügig. Das wiederholte er gern auch, doch er konnte an diesem Abend kaum die dritte Flasche leeren, als sein erster Offizier Leonidas Pouledoris aufgeregt auf die Brücke kam.
„Käpt’n!“, rief er. „Käpt’n! Zwölf!“
„Ja klar“, bestätigte Dimitri. „Ouzo Zwölf – für meine guten Freunde!“
Überflüssig zu erwähnen, dass der Kapitän sich selbst der beste Freund war.
„Nein, Käpt’n!“, widersprach der erste Offizier. „Zwölf Uhr! Zwölf Uhr!“
„Oh“, sagte Dimitri. „Schon zwölf Uhr? Zeit für einen Ouzo!“
Der erste Offizier verzweifelte fast. „Nein, Käpt’n!“, drängte er und deutete mit der rechten Hand die Markierungen einer Uhr mit Zifferblatt an. „Zehn, elf, zwölf“, erklärte er dazu und deutete geradeaus über den Bug des Schiffes ins Meer. „Zwölf Uhr, Käpt’n! Direkt voraus!“
Jetzt sah es auch Dimitri.
„Oh“, machte er erfreut, „eine Riffkoralle.“
In dem Moment fuhr ein Ruck durch den Rumpf der APENDI Z., gefolgt von einem metallischen Kreischen. Das Schiff war bei voller Fahrt auf das Korallenriff, das zu einer Insel gehörte, aufgelaufen.„Wir müssen das Schiff retten!“, rief der erste Offizier. „Ich werde befehlen, die Ketten auf das Riff zu werfen!“
„Und wir müssen den Ouzo retten!“, ergänzte Dimitri. „Warum befehlen Sie nicht, die Ketten auf das Riff zu werfen?“
Pouledoris stutzte. „Das wollte ich gerade tun!“
„Dann ist ja gut.“
Die Ketten auf das Riff zu werfen war im Prinzip eine gute Idee gewesen. Der Bug war stark eingedrückt, aber wenn man es schaffen würde, die APENDI Z. ganz herüberzuziehen, würde sie wenigstens nicht sinken. Leider spielte die Natur bei dem Plan nicht mit. Nachdem die Bugketten auf dem Riff lagen, gelang es Pouledoris nicht mehr, das Schiff mit dem Heck zum Riff zu drehen. Es stand senkrecht in der Strömung, die an dem Korallenriff vorbeiging und war nicht mehr zu bewegen. Hinzu kam, dass in dieser Nacht schwerer Seegang herrschte, und mit jeder großen Welle, die vorbei kam, kreischte das Metall des Schiffes, als wollte das Gefährt selbst gegen diese rüde Art der Behandlung protestieren.
Von dem Lärm aufgeschreckt kam der Offizier der Raumflotte aus seiner Kabine auf die Brücke, wo er Pouledoris vorfand, der immer noch versuchte, das Heck der APENDI Z. zum Riff zu drehen. Das Kreischen der Maschinen, die auf Volllast fuhren, war die zweite protestierende Stimme, die das Schiff in die dunkle Nacht schickte.„Was geht hier vor?“, verlangte der Offizier zu wissen, ein Mann mit Namen McCloud.
„Wir sind mit dem Riff kollidiert“, erklärte Pouledoris kurz.
In dem Moment ertönte eine Warnsirene. „Was ist das?“, fragte McCloud.
„Die Maschinen sind überlastet“, sagte der erste Offizier. „Wir verlieren sie.“
„Was?“ Der Offizier war entsetzt. „Wir können sie nicht verlieren!“, sagte er harsch. „Nicht bei der Fracht, die sich an Bord befindet!“
„Die Fracht zur guten Nacht wird gut bewacht und das Schiff sinkt sacht…“, hörte er eine Stimme von irgendwoher. Er drehte sich um. Palacos lag in einem Eck auf einer Bank.
„Kapitän?“, erkundigte sich McCloud. „Ich habe den Eindruck, dass Sie betrunken sind.“
Dimitri sprang auf die Füße. „Blödsinn!“, widersprach er. „Ich bin nicht betrunken, ich bin besoffen, Mann, stockbesoffen!“
„Aber… Sie hatten heute Nachtwache auf der Brücke! Sie können das Schiff doch nicht steuern, wenn Sie betrunken sind!“
„Wissen Sie, wie langweilig das Navigieren im Roten Meer mit so einem Kahn und modernen Geräten ist? Nüchtern würde ich das überhaupt nicht aushalten, zumal bei Nacht! Da müsste ich ja… besoffen sein, wenn ich das täte!“
Der Raumflottenoffizier drehte sich zu Pouledoris um. „Ist es ein schlechtes Zeichen“, wollte er wissen, „wenn ich sage, dass ich diese Argumentation sogar zum Teil nachvollziehen kann?“
Der erste Offizier der APENDI Z. antwortete nicht. Er legte seine Hand auf eine Tastfläche auf der Steuerkonsole, wo sie gescannt wurde. „Computer“, sagte er dann. „Status Null – wiederhole: Status Null. Das Schiff wird aufgegeben. Zeitpunkt: 19. April 2409.“
„He!“, meldete sich Dimitri zu Wort. „Morgen hat Hitler Geburtstag!“
„Ruhe jetzt!“, herrschte ihn Pouledoris an. „Ihr Interesse für die Geschichte des 20. Jahrhunderts in allen Ehren, aber würden Sie bitte die Evakuierungsprozedur fortführen?“
„Is ja gut“, meinte der Kapitän beschwichtigend und sprach dann in die Luft: „Computer! Der Kapitän bestätigt Status Null. Darauf einen Ouzo!“
Auf die Getränkebestellung des Kapitäns reagierte der Computer nicht, aber auf den Befehl „Status Null“ – Evakuierung. Sofort tönte der Alarm über das Deck des Schiffes, während aus der Steuerkonsole ein Mikrofon hochgefahren wurde. „Achtung!“, sprach Pouledoris hinein, während seine Stimme über Lautsprecher im ganzen Schiff übertragen wurde. „Wir haben Status Null. Das Schiff wird evakuiert. Da wir in relativer Nähe einer Insel sind, verlassen wir das Schiff über den Bug und sammeln uns an dem Strand in Sichtweite! Das ist keine Übung! Wir haben Status Null!“
Er betätigte einen Schalter. Vor dem Schiff wurde es taghell, die Suchscheinwerfer am Bug waren angegangen. Jetzt konnte man sehen, dass sich die Spitze des Bugs nur wenige Meter vom Strand einer Insel entfernt lag.
Die Besatzung sprang am Bug herunter in das etwa knietiefe Wasser und watete vorwärts. Jeder hatte nur das mitgenommen, was er gerade hatte greifen können, Notpakete, Rationen und dergleichen. Zuletzt kamen der Kapitän, Pouledoris und McCloud. Als sie auf der Bugspitze standen, breitete Dimitri plötzlich die Arme aus.
„Ich bin der König der Welt!“, rief er. Dann gab ihm Pouledoris einen Tritt und er fiel über Bord.
„Danke!“, sagte McCloud.
„Keine Ursache!“, fand der erste Offizier.
Am Strand musste sich die Besatzung erst einmal sammeln und eine Bestandsaufnahme machen. Man hatte allerlei nützliche Gegenstände von Bord gerettet, sehr zum Bedauern des Kapitäns jedoch keine einzige Flasche Ouzo.
McCloud betrachtete das Schiff, das von den eigenen Scheinwerfer beleuchtet in den Wellen des Roten Meeres tanzte. Eigentlich war es gar nicht so schwer beschädigt. Vielleicht würde man…
Den Gedanken konnte er nicht beenden. Denn mit einem Mal wurde das metallische Kreischen, das schon die ganze Zeit zu hören gewesen war, lauter. Dann konnte man es sehen: Die Wände des Frachtraums, der sich zwischen dem Bug und der Brücke befand, begannen, sich zu verbiegen. Kein Wunder, der Bug hing wie festgenagelt auf dem Riff, während sich das Heck wie ein Lämmerschwanz in der Strömung bewegte. Irgendetwas musste nachgeben. Als die Wände des Frachtraums auseinanderbrachen, war es, als würde das Schiff einen letzten lauten Protest in die Nacht schreien. Dann herrschte einige Sekunden Stille. Das nächste, das man hörte, war das Rauschen des Wassers, das nun ungehindert in die unteren Decks des Hecks einströmte. Selbiges begann zu sinken. Die APENDI Z. brach auseinander und versank in den Fluten. Der Bug widerstand am längsten, doch schließlich rutschte auch er das Riff herunter und verschwand unter der Wasseroberfläche.Dann war es endgültig still, und es war dunkel, denn die Schweinwerfer des Schiffes waren ausgegangen. Jemand von der Besatzung machte eine Taschenlampe an, damit man wenigstens etwas sehen konnte.
McCloud zog seinen Kommunikator aus der Tasche. Mal sehen, ob er sich in das Kommunikationsnetzwerk würde einwählen können, oder ob sie hier, mitten im Meer, von allem abgeschnitten waren. Seine Aufgabe an Bord des Schiffes war die vergangenen Tage nicht sonderlich spannend gewesen. Er war in Colombo an Bord gegangen, zusammen mit einer Kiste, die eine bestimmte Fracht enthielt. Da man um diese nicht zu viel Aufsehen machen wollte, wurde sie mit einem normalen Frachter losgeschickt. Ziel war eigentlich das Ägyptische Museum in Kairo gewesen. Er war sozusagen als Wächter abgestellt gewesen, was bedeutet hatte, dass er die Tage damit verbracht hatte, aufzupassen, ob sich irgendwelche verdächtigen Schiffe näherten, und wenn ja, welche. Die Raumflotte war sehr darauf bedacht gewesen, dass der bestimmte Gegenstand nicht gestohlen wurde, etwa bei einem Überfall. Dass das ganze Schiff allerdings bei einem Unfall im Meer versinken würde, hatten die Führungsoffiziere der Flotte aber offenbar nicht in Betracht gezogen.
Der Offizier kontrollierte die Anzeige seines Kommunikators. Tatsächlich bekam er Kontakt mit dem Netzwerk. Er sprach den ersten Offizier an. „Wie heißt das hier?“, wollte er wissen.
„Diese Insel?“, hakte Pouledoris nach. „Die Einheimischen nennen sie Saba El-Chair. Es gibt sie noch nicht sehr lange, ist erst in den letzten paar hundert Jahren entstanden.“
McCloud drückte einen Knopf seines Kommunikators. Das Gespräch war nicht für jeden gedacht, also hatte er den großen Lautsprecher ausgeschaltet und hielt sich das Gerät ans Ohr. Es dauerte einen kurzen Moment, dann meldete sich die Zentrale der Raumflotte.
„Lieutenant Leonard McCloud hier!“, gab er durch. „Ich habe einen Notfall, verbinden Sie mich umgehend mit dem Hauptquartier von Abteilung 9. Ja, ich warte.“ Es dauerte etwa dreißig Sekunden, dann war offenbar wieder jemand zu einem Gespräch bereit. „Lieutenant McCloud meldet einen Notfall!“, begann der Offizier. „Die APENDI Z. ist havariert. … Nein, die Besatzung hat sich auf eine Insel retten können. … Das Schiff ist ein Totalverlust, Sir. Und unsere spezielle Fracht… Nein, konnte nicht gerettet werden. Die ganze Fracht liegt auf dem Meeresgrund…“
Pouledoris tippte ihm auf die Schulter und deutete in Richtung Meer.
„Oh, Korrektur, Sir“, verbesserte sich McCloud, nachdem er hingesehen hatte. „Offenbar treibt ein Teil der Fracht im Meer herum. Aber unser spezieller Gegenstand ist in einem Spezialbehälter, der kann nicht schwimmen. … Ja. … Ja. … Ja. … Ja. … Ja. … Ja. … Aber Sir, wir können doch nicht… Nein, ich diskutiere die Entscheidung eines Vorgesetzten nicht. … Wo wir sind? Der erste Offizier der APENDI Z. meint, die Einheimischen nennen die Insel Saba El-Chair. … Dann muss sich die Notfallabteilung in Gottes Namen die Mühe machen, mein Kommunikatorsignal anzupeilen, wenn sie die Insel in ihrem Computer nicht finden! Das dürfte doch nicht so schwer… na, also, Sir! … Ja, wir warten.“ Er drückte eine Taste und deaktivierte den Kommunikator damit. „Wir haben sowieso nichts anderes vor“, murmelte er.
„Was spricht man bei der Raumflotte?“, fragte Pouledoris.
„Sie leiten eine Rettungsaktion ein“, erklärte McCloud. „Wir werden nicht lange warten müssen.“
„Und die Fracht?“
„Es wird nichts geborgen.“
„Nichts? Nicht mal das, was Sie an Bord gebracht haben?“
„Nein. Ich versteh’s auch nicht. Entscheidung von Abteilung 9. Aber ich bin nur Lieutenant, ich muss das nicht verstehen.“
Pouledoris schwieg zunächst. Doch dann ergriff er wieder das Wort. „Ich hoffe, Sie denken jetzt nicht schlecht von unseren Landleuten.“
McCloud kam dieser Themenwechsel etwas abrupt. „Bitte was?“, erkundigte er sich.
„Na, wegen unserem Kapitän“, erklärte der erste Offizier. „Nicht dass Sie denken, die Griechen verbringen den Tag damit, sich mit Ouzo volllaufen zu lassen.“
In dem Moment rannte Palacos an den beiden vorbei. Er hatte die Arme ausgebreitet und rief laut: „Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr – ich bin der Rote Baron! Brrrrrrrrrrrrrrrr!“
„Ich verstehe, was Sie meinen“, stellte McCloud fest, während die beiden dem Kapitän nachsahen, der vier Meter weiter über eine Düne stolperte und in den Sand fiel. „So ähnlich wie man den Deutschen nachsagt, sie würden den ganzen Tag nur Bier saufen, oder die Iren ihr Guiness. Aber keine Sorge, ich weiß sehr wohl, dass es sich bei ihm um ein Ausnahmeexemplar handelt.“
Dimitri versuchte nun, sich noch immer „Brrrrrrrrrrr“ rufend im Kriechgang fortzubewegen, da er aufgrund seiner alkoholbedingten Koordinationsstörungen Schwierigkeiten hatte, wieder auf die Beine zu kommen.
„Wie wurde er Kapitän?“, wollte McCloud wissen.
„Tragisch“, führte Pouledoris aus. „Er stammt aus einer alten griechischen Familie und war sehr lange als Komödiant bekannt. Dann schlagartig war es aus mit seinem Ruhm und er musste umschulen. Und das passiert, wenn man Menschen unter Zwang in Berufe steckt, die sie nicht machen wollen – oder aus bestimmten Gründen nicht können.“
„Sie wollen damit sagen…“
„Ja. Er leidet an Nautilocontrolophobie, der Angst davor, ein Schiff steuern zu müssen. Deswegen der Hang zum Alkohol.“
McCloud antwortete nicht. Pouledoris fühlte sich dazu verpflichtet, das Thema wiederum zu etwas leichterem wechseln zu müssen, also griff er in die Tasche seines Mantels und holte seine Brieftasche hervor, aus der er ein Foto angelte.
„Aber sehen Sie mal, meine Familie“, sagte er dazu. „Das ist meine älteste Tochter Katerina. Sie wird dieses Jahr 14.“
McCloud nahm das Bild, das ein Mädchen im Teenageralter zeigte. Sie hatte dunkle Haare und Augen und ein schmales Gesicht. „Sie hat die Klugheit von ihrer Mutter“, sprach Pouledoris weiter. „Wird bestimmt mal Wissenschaftlerin oder sowas.“
Der Raumflottenoffizier grinste. „Jetzt bedienen Sie aber ein Klischee“, musste er feststellen. „Das mit den Griechen und ihren Familien.“
„Manches trifft eben einfach zu“, war die Antwort.
McCloud gab das Bild zurück. „Hübsch. Sie wird bestimmt auch mal ein Jungenschwarm, falls sie das nicht schon ist.“ Er blickte herüber zu Dimitri. „Kommen Sie“, forderte er dann Pouledoris auf, „wir sammeln Kapitän Haddock da drüben ein und bringen ihn zurück zu den anderen. Die Rettungsmannschaften werden sicher bald eintreffen, dann sollten wir zusammen sein.“

Im Hauptquartier von Sektion 9 waren die Köpfe kurzfristig heißgelaufen. Nach einer kurzen Debatte im großen Konferenzraum hatte man sich jedoch darauf geeinigt, dass es das Beste sei, wenn der „spezielle Gegenstand“ nicht geborgen wird. Jetzt saß nur noch einer der Führungsoffiziere der Sektion in dem Saal, während eine junge Frau, die hier gerade ein Praktikum absolvierte, hereinkam. Sie hielt einen Kleincomputer, einen PDA in der Hand.
„Verzeihung, Sir, aber wegen dieser Weisung hier, die Sie erlassen haben…“, begann sie.
„Was ist damit?“, fragte der Offizier gelangweilt.
„Sind Sie sicher, dass hier kein Versuch unternommen werden soll, zumindest die genaue Stelle zu lokalisieren, wo sich der Gegenstand befindet? Möglicherweise ist es ja kein Problem, einen Versuch zu…“
„Ihr Engagement in allen Ehren“, unterbrach sie der Offizier, „Kadettin… äh…“ Er sah sie erwartungsvoll an.
„Gellings“, ergänzte sie.
„Gellings“, wiederholte er. „Im Laufe Ihrer hoffentlich noch lang andauernden Karriere bei der Raumflotte werden Sie noch lernen, dass Führungsoffiziere manchmal merkwürdige Entscheidungen treffen müssen. Und das Wichtige ist: Führungsoffiziere diskutieren diese Entscheidungen nicht mit Kadetten. Also, damit ist das Gespräch beendet. Geben Sie die Weisung raus, die ganze Sache wird so durchgeführt. Und dann Schwamm drüber! Verstanden?“
„Ja, Sir!“, antwortete Gellings. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren machte sie kehrt und verließ den Raum.


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